Arcis Saxophon Quartett

Alle Wege führen nach Rom. Und wenn auch nicht alle, aber auch die Wege zum Saxofon sind vielfältig. Und auch bei den Musikern des Arcis Saxophon Quartetts sind sie sehr unterschiedlich. Nicht nur, dass sie aus drei verschiedenen Ländern kommen – Deutschland, Italien und Slowenien –, auch die “bläserische Sozialisation” kennt viele Möglichkeiten.

Seit zehn Jahren ist das Arcis Saxophon Quartett nun auf den Bühnen der Welt unterwegs. Highlights gab es einige – vom Studium bei den Streichern vom Artemis Quartett bis hin zum Auftritt in der Berliner Philharmonie. Am Ziel sind die vier Musiker natürlich noch lange nicht.

Hierarchie im Orchester

“Was macht die 3. Stimme so unwichtig, dass sie nur von den Schwachen gespielt wird?” Eigentlich sollte man diese Frage nicht stellen müssen, denn der Komponist dürfte sich in der Regel etwas dabei gedacht haben, als er diese 3. Stimme in die Partitur schrieb. Und seine Gedanken dürften nicht bei “den Schwachen” gewesen sein. Thomas Ludescher: “Jeder Musiker ist gleich wichtig!”

Oftmals aber sind Orchester so – hierarchisch – strukturiert. Der Dirigent und Pädagoge Thomas Ludescher unterscheidet im Gespräch deutlich zwischen struktureller und künstlerischer Hierarchie. Eine strukturelle sei unbedingt notwendig, um einen geregelten Ablauf zu gewährleisten. Im Künstlerischen sei die Hierarchie flacher – “der Dirgent muss die letzte Entscheidung fällen”. Hierarchie aber hat seinem Dafürhalten nie etwas “besser” oder “schlechter” zu tun. Fachwissen, Akzeptanz, Charakter spielen dabei die wichtigere Rolle.

 

“Wettbewerbe sind für Pferde, nicht Künstler…”

“Wettbewerbe sind für Pferde, nicht für Künstler” hat Béla Bartók einmal gesagt. Heiko Schulze findet das ein “wunderbares Zitat! Ich provo­ziere damit auch sehr gerne bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen, wenn es darum geht: Was sind die Chancen von Wettbewerben – und wo sind die Grenzen?” Schulze ist in seiner Funktion als Bundesmusikdirektor der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände “Pro Wettbewerbe” eingestellt. Er wünscht sich aber, dass “Wettbewerbe zu einem kulturellen Highlight” werden. Natürlich weiß er auch, dass  es in der Musik kein “höher, schneller, weiter, keine Standardparameter gibt, die man in Zahlen pressen und mit einer Stoppuhr oder einem Maßband nachweisen kann”.

Der Dirigent – mehr als ein bloßer Taktgeber

Wir unterhalten uns im CLARINO-Podcast mit Oberstleutnant Matthias Prock, dem Leiter des Heeresmusikkorps Ulm. Matthias Prock spricht über seinen Werdegang vom Kirchenmusiker zum Militärmusiker. Was bedeutet es für ihn über haupt, Dirigent zu sein? Denn “Dirigieren” bedeutet mehr, als das bloße “Taktgeben”. Was kann man als Dirigent konkret lernen? Und was nicht? Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um überhaupt Dirigent zu werden? Ein hohes Anliegen ist Prock sein das Engagement in der zivilen Blasmusikszene – warum eigentlich? Und es gibt durchaus Dinge, die der Profi vom Amateur lernen kann – und umgekehrt.

Lampenfieber und Auftrittsangst: Was kann ich dagegen tun?

Wir unterhalten uns im CLARINO-Podcast mit Daniel Gregor Schmidt und Maximilian Höcherl, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, betroffenen Musikern Hilfestellungen zu geben. Ist Lampenfieber wirklich ein Problem? Wie äußert sich das und muss man sich nicht einfach mal zusammenreißen? Welche Möglichkeiten gibt es und vor allem: Was bringt Hypnose wirklich? Braucht Daniel Gregror Schmidt Hypnose, um Klaus Härtel zum Gackern zu bringen?